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Kitas und Schulen in Oranienburg: Ausbau auf Hochtouren

Oranienburg, den 26.03.2018

Bauen, umbauen, ausbauen

 

Die Oranienburger Bevölkerung wächst! Und damit steigt der Bedarf an Schulen und Kitas. Seit Jahren investiert die Stadt in die soziale Infrastruktur. Aber auch weiterhin ist der Ausbau von Kitas und Schulen eine der drängendsten Aufgaben. Mit einem umfangreichen Ausbauprogramm unternimmt die Stadt große Anstrengungen den Bedarf an Schul- und Kitaplätzen zu decken.

 

Oranienburg erfreut sich als Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten ungebremster Beliebtheit: Ende 2017 wohnten schon fast 45 000 Menschen in Oranienburg, Tendenz steigend. Derzeit wird prognostiziert, dass unsere Stadt im Jahr 2030 rund 50 900 Einwohnerinnen und Einwohner haben wird. Vor allem junge Paare und Familien mit Kindern zum Beispiel aus Berlin, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen oder eine Familie gründen wollen, ziehen hierher. Mehr als 4 900 Kinder zwischen 0 und 12 Jahren leben in Oranienburg und den Ortsteilen. Bis 2028 wird von einer Zunahme von Schulkindern zwischen 6 und 12 Jahren von derzeit 2 357 auf 2 877 ausgegangen. „Eine beeindruckende Entwicklung, die zeigt, wie begehrt Oranienburg inzwischen ist und dass unsere Stadt immer mehr von hoher Lebensqualität statt von grauen Kasernen und umweltschädlicher Industrie geprägt ist“, sagt Bürgermeister Alexander Laesicke.

 

Die Entwicklung bringt aber auch handfeste Herausforderungen mit sich, die man am ehesten als Wachstumsschmerzen beschreiben kann. Das gilt für die verkehrliche Belastung, es gilt für den knappen Wohnraum sowie für Kitas und Schulen. „Alle 15 städtischen Kitas sind mehr als ausgelastet“, sagt Anke Michelczak, Amtsleiterin für Bildung und Soziales. 2 040 Kinder besuchen derzeit eine Kita, auch die 160 Plätze in den Tagespflegestellen sind allesamt besetzt. Dazu kommen noch 1 400 Hortkinder. „2013 war ein Höhepunktjahr, ab da setzte ein rasanter Bevölkerungsanstieg ein, der bis heute anhält“, so Anke Michelczak. Eine der wichtigsten Herausforderungen ist deshalb die Schaffung von zusätzlichen, dringend benötigten Schul- und Kitaplätzen.

 

In den vergangenen Jahren ist schon viel passiert: 2010 wurden die Anbauten am Schulflügel und am Hortbereich der Waldgrundschule, die Kita Falkennest sowie die neue Turnhalle in Germendorf eingeweiht. Allein in der Waldgrundschule konnten so die Kapazitäten verdoppelt und ein zweiter Klassenzug aufgenommen werden. Im selben Jahr wurde die Neddermeyer-Grundschule in Schmachtenhagen fertig, nachdem der alte Plattenbau aufwendig saniert wurde. 2012 bekam die Grundschule in Germendorf einen nagelneuen Hort. 2016 wurde schließlich ein Mammutprojekt fertig: Die neue Comeniusschule öffnete ihre Türen in der Jenaer Straße. Auf einer Fläche von fast 22 000 Quadratmetern ist hier ein hochmodernes Gebäude inklusive Sportanlage und hochwertigen Spielflächen entstanden. Ebenfalls in 2016 bekamen die Kinder der Grundschule Sachsenhausen ihren zweigeschossigen Hortanbau mit großer Aula, hochmoderner Küche, Elternhaltestelle und neu gestaltetem Schulhof.

 

Mit einem ambitionierten Ausbauprogramm unternimmt die Stadt aber auch weiterhin große Anstrengungen, genügend Schul- und Kitaplätze zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Kitas und Schulen sollen saniert, erweitert oder gleich ganz neu gebaut werden. „Die Herausforderungen einer wachsenden Stadt zu bewältigen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben in den nächsten Jahren, dazu gehört besonders die Erweiterung von Grundschul- und Kitakapazitäten“, sagt Alexander Laesicke. „Mit dem geplanten Ausbauprogramm investieren wir in unsere Zukunft“, so das Stadtoberhaupt weiter. Rund 40 Millionen Euro sind bislang für den Ausbau der sozialen Infrastruktur eingeplant. Um diese gewaltige Summe stemmen zu können, hat die Stadt bereits Fördermittel aus dem neuen Bund-Länder-Programm zur Förderung des Stadtumbaus beantragt und hofft auf eine größtmögliche Fördersumme.

 

Ganz aktuell wird an drei Kitastandorten auf Hochtouren gewerkelt: Da ist zum einen die Kita Pusteblume, die derzeit in Germendorf von den Johannitern als freier Träger im Auftrag der Stadt Oranienburg neu gebaut wird. Das Gebäude wird voraussichtlich im August seinen Betrieb aufnehmen und dann statt wie bisher 94 Kindern sogar 125 einen Betreuungsplatz bieten. In Schmachtenhagen sind derweil die Gründungsarbeiten für den Neubau der Kita mit 125 Plätzen beauftragt. Darüber hinaus wird gerade die Parkkita im Schlosspark instandgesetzt. „Wir lassen sie als Übergangsquartier herrichten, ab Herbst wird es hier vorübergehend Platz für 250 Kinder geben, deren Kitas saniert und ausgebaut werden“, erklärt Heidrun Gassan, Leiterin des Amtes für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft.

 

Doch neben den laufenden Ausbauprojekten war im vergangenen Jahr dann unerwartet in noch zwei anderen Fällen schnelles Handeln gefragt: Sowohl die Kita Stadtmusikanten als auch die Kita Falkennest wurden im August bzw. September aufgrund von Schimmelbefall infolge des Starkregens mit sofortiger Wirkung vom Gesundheitsamt geschlossen. Für alle Kinder konnte kurzfristig eine anderweitige Unterbringung organisiert werden, die Sanierungsarbeiten laufen mit Hochdruck, so dass die Kinder schnellstmöglich wieder in ihre Einrichtungen zurückkehren können.

 

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass mehr Schul- als Kitakinder zu uns ziehen. Oranienburg scheint also besonders attraktiv für Familien zu sein, die schon Schulkinder haben. „Oft ziehen diese zeitlich passend zum Schulanfang her“, weiß Anke Michelczak. Deshalb ist inzwischen eines klar: Eine weitere neue Grundschule muss her. Die Stadt ist bereits Träger von acht Grundschulen sowie der Jean-Clermont-Schule, doch der Bau einer weiteren Schule ist unausweichlich. Erste Überlegungen, wo diese gebaut werden könnte, sind im Stadtplanungsamt bereits angelaufen. Angepeilter Termin der Inbetriebnahme: Herbst 2023.

 

Auf einen Blick

Hier sehen Sie die Planung der Stadt Oranienburg, wo und wann welche Kitas und Schulen in den nächsten Jahren, ausgebaut, saniert oder neu gebaut werden sollen.

 

Wenn Sie einen noch genaueren Blick auf die einzelnen Projekte werfen möchten, finden Sie eine detaillierte Übersicht und den aktuellen Stand zu jeder einzelnen, geplanten Baumaßnahme am Ende der Meldung in den weiteren Informationen als PDF.

 

Kita Bäkestrolche in Schmachtenhagen

Neubauvorhaben, Kapazitätserweiterung von 70 auf 125 Kitaplätze, geplante Inbetriebnahme: August 2019

 

Parkkita (Schlosspark)

Wird derzeit als befristetes Ausweichquartier hergerichtet, das bis Ende 2021 für Kinder bereitsteht, deren Kitas saniert/ausgebaut werden, Kapazität: 250 Kinder, geplante Inbetriebnahme: Oktober 2018

 

Kita Stadtmusikanten

Im September 2017 wegen Schimmelbefalls in Folge des Starkregens durch das Gesundheitsamt geschlossen. Die Kinder werden in Ersatzquartieren weiter betreut. Die Stadt hatte unverzüglich die nötigen Mittel für die Sanierung der Einrichtung bereitgestellt. Geplante Wiederinbetriebnahme: Oktober 2018

 

Havelgrundschule

Erweiterungsbau, Erstklässler-Trakt in separatem Gebäude, Baubeginn April 2019, geplante Inbetriebnahme: August 2020

 

Grundschule Friedrichsthal

Neubau einer zweizügigen Grundschule und Sanierung/Erweiterung der Sporthalle, geplante Inbetriebnahme: August 2021

 

Grundschule Lehnitz

Erweiterung von Grundschule und Hort durch Anbau eines zweiten Zuges und nach Fertigstellung des Anbaus Sanierung des Altbaus, geplante Inbetriebnahme: August 2020/August 2021

 

Kita Speyerer Straße

Neubau einer Kita mit 150 Betreuungsplätzen in der Innenstadt, Planungsbeginn in diesem Jahr, geplante Inbetriebnahme: August 2020

 

Kita Sachsenhausen

Erweiterung/Sanierung der Kita, Erhöhung der Betreuungsplätze um 59 auf 125, geplante Inbetriebnahme: August 2020

 

Kita Lehnitz

Umfangreiche Sanierung und Erhalt der vorhandenen Kitaplätze, Freizug der Einrichtung und Baubeginn in diesem Herbst, geplante Inbetriebnahme: August 2020

 

Kita Fröbel

Umfangreiche Sanierung und Erhalt von 250 Kitaplätzen mit neuer Raumaufteilung, Einbau eines Aufzugs und Erneuerung der Außenanlagen, geplante Inbetriebnahme: August 2021

 

Ersatzbau Kita Fröbel

Seit Februar dieses Jahres liegt eine Machbarkeitsstudie vor, ob und wie ein Ersatzbau realisiert werden kann, die im nächsten Ausschuss für Bildung und Soziales beraten wird.

 

Kita Pusteblume in Germendorf

Neubauvorhaben, Kapazitätserweiterung von 94 auf 125 Kitaplätze, geplante Inbetriebnahme: August 2018

 

Kita Weiße Stadt

Neubau einer Kita mit 150 Betreuungsplätzen, Standortuntersuchung und Auswahl eines geeigneten Grundstücks ist noch nicht abgeschlossen, geplante Inbetriebnahme: August 2020

 

Grundschule

Neubau einer dreizügigen Grundschule in der Stadtmitte, derzeit Standortermittlung und Auswahl eines geeigneten Grundstücks, geplante Inbetriebnahme: September 2023