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Schöffen gesucht

16.01.2018

Stadt Oranienburg sucht Schöffen

für das Amtsgericht sowie das Landgericht Neuruppin

 

Bewerbungen bis zum 2. März 2018 möglich

 

Für die Amtszeit von 2019 bis 2023 sucht die Stadt Oranienburg Frauen und Männer, die an unserem Amtsgericht oder am Landgericht Neuruppin als ehrenamtliche Schöffen arbeiten möchten. „Sie sind in der Hauptverhandlung mit dem Berufsrichter gleichberechtigt, sowohl bei der Urteilsfindung als auch bei der Festsetzung des Strafmaßes“, sagt Sylvia Holm, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Oranienburg.

Bei ihr können sich Interessenten bis spätestens zum 2. März bewerben.

 

 

Die Oranienburger Stadtverordnetenversammlung schlägt dann die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten einem Ausschuss beim Amtsgericht vor, der abschließend über die Haupt- und Hilfsschöffen entscheidet.

 

Schöffinnen und Schöffen werden alle fünf Jahre neu gewählt. „Die Tätigkeit bietet eine einzigartige Möglichkeit, einen tiefen Einblick in das Strafrechtssystem zu gewinnen und aktiv daran mitzuwirken“, so Sylvia Holm. Dabei tragen sie eine große Verantwortung. In der Beratung mit Berufsrichtern müssen sie ihre Einschätzung standhaft vertreten können, sich aber gleichzeitig auch von besseren Argumenten überzeugen lassen können. In der aktuellen Amtsperiode gibt es in der Region Brandenburg und Berlin etwa 8 000 Schöffinnen und Schöffen.

 

Hintergründe:

 

Was sind Schöffen?

Schöffen sind ehrenamtliche Richter, die in Verfahren gemeinsam mit dem Berufsrichter über Schuld- und Straffragen entscheiden. Jeder Bürger darf dieses Ehrenamt unter bestimmten Voraussetzungen ausüben. In Strafverfahren besteht ein Schöffengericht aus zwei Schöffen und mindestens einem Berufsrichter.

 

Wofür braucht man Schöffen?

Schöffen sollen in Prozessen eine Meinung aus der Lebenswirklichkeit in das Urteil einfließen lassen. Um möglichst unvoreingenommen zu sein, haben sie auch keinen Einblick in die Gerichtsakten. Das soll dafür sorgen, dass sie sich nur durch die Eindrücke im Gericht leiten lassen. Während der Verhandlung haben Schöffen die Möglichkeit Zeugen, Sachverständige und Angeklagte zu befragen.

 

Wer darf Schöffe sein?

Wer Schöffe sein will, darf nicht hauptamtlich für die Justiz tätig sein. Man muss außerdem zum Beispiel die deutsche Staatsangehörigkeit haben, am 1.1.2019 mindestens 25 Jahre und nicht älter als 69 Jahre alt sein, in Oranienburg wohnen und, vorweise können, dass man nie zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde.

 

Was muss ein Schöffe sonst noch können?

Schöffen sollten über eine hohe soziale Kompetenz verfügen und das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Es werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil. Objektivität, Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.

 

Wie viel Zeit kostet das Schöffenamt?

Das Amt hat man fünf Jahre inne. Die nächste Amtsperiode dauert vom 1.1.19 bis zum 31.12.23. Ein Schöffe sollte mindestens zwölf Sitzungstage im Jahr Zeit haben. Ein Sitzungstag dauert unterschiedlich lang, oft mehrere Stunden.

 

Was müssen Berufstätige beachten?

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter für die Tätigkeit als Schöffe freizustellen. Das bedeutet, dass Sie für die Zeit im Gericht keinen Urlaubstag nehmen müssen, diese auch nicht vor- oder nacharbeiten müssen.

 

Wird man für das Amt entschädigt?

Prinzipiell gibt es 6 Euro pro Stunde Aufwandsentschädigung. Außerdem gibt es Geld für Fahrtkosten, für Aufwendungen wie Kopien und Ausdrucke und für den Verdienstausfall (richtet sich nach dem regelmäßigen Bruttoverdienst).

 

Was muss man tun, um Schöffe zu werden?

Interessenten können sich bis zum 2. März 2018 bei Sylvia Holm im Ordnungsamt der Stadt Oranienburg unter (03301) 600 690 melden. Das Bewerbungsformular kann per E-Mail oder Post angefordert werden und befindet sich zudem auf www.oranienburg.de im Menüpunkt »Aktuelles »Nachrichten. Nähere Informationen sind auch auf www.schoeffen-bb.de zu finden.