NederlandsEnglish
 
Schriftgröße:
normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 
Youtube
 
Facebook
 
Download Center
Maerker
Oberhavel
TURM-Erlebniscity
Gedenkstätte Sachsenhausen
Schlossmuseum Oranienburg

Zertifikat »Familiengerechte Kommune«
tolerantes Brandenburg
 

Franz-Bobzien-Preis

  Franz Bobzien
  Franz Bobzien (1906-1941)
   

Alle zwei Jahre vergeben die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen den Franz-Bobzien-Preis (ehemals Oranienburger Toleranzpreis). Im Frühjahr 2015 wird der Preis erneut ausgeschrieben.

 

Für mehr Demokratie und Toleranz: Mit der Auszeichnung wollen die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen Projekte in Berlin und Brandenburg ehren, die in einem besonderen Maße zur historisch-politischen Bildung und zur Stärkung der Demokratie beitragen. Insbesondere sollen Projekte gewürdigt werden, die sich mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland auseinandersetzen und sich damit für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

 

Die Stadt Oranienburg hat sich 2008 zum Leitbild der Toleranz bekannt. Ebenfalls seit 2008 ist die Stadt ein von der Bundesregierung ausgezeichneter „Ort der Vielfalt“ und als erste brandenburgische Kommune ein Partner der Initiative der Landesregierung „Tolerantes Brandenburg“ geworden. Sie unterstützt zahlreiche Projekte gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und setzt sich für eine kulturelle und soziale Vielfalt vor Ort ein. Die Stadt Oranienburg ist sich hierbei ihrer besonderen historischen Verantwortung bewusst.

 

Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen wurde 1993 Bestandteil der neu gegründeten Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. In unterschiedlichen Dauerausstellungen an den authentischen Orten wird die vielfältige Geschichte des Ortes für die jährlich mehr als 480.000 Besucher aus dem In- und Ausland erfahrbar. Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen wird ein Ort der Trauer und des Gedenkens bleiben. Zugleich hat sie sich zu einem modernen zeithistorischen Museum mit besonderen Aufgaben zum Beispiel bei der humanitären Betreuung von Überlebenden und Angehörigen oder bei der historisch-politischen Bildung gewandelt.

 

h2px.gif

 

Franz Bobzien

 

Franz Bobzien (1906 - 1941) war ein außergewöhnlicher Pädadoge, Lehrer und Politiker. Sein Widerstand gegen das NS-Regime zwang ihn 1933 zur Flucht nach Dänemark. Während einer internationalen Jugendkonferenz in den Niederlanden wurde er nach Deutschland abgeschoben und 1938 ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Unter schwierigsten Bedingungen setzte sich Bobzien vor allem für polnische und tschechische Jugendliche ein. Er organisierte eine Art Schulbetrieb, brachte ihnen die deutsche Sprache bei und organisierte Mathe- oder Musikstunden. 1940 wurde er zu Bombensucharbeiten in Berlin verpflichtet, hier kam er bei der Explosion einer Zeitzünderbombe am 28. März 1941 ums Leben.

 

Mit der Benennung des Preises nach Franz Bobzien soll sein mutiger, bedingungsloser Einsatz unter gefährlichen und komplizierten Bedingungen gewürdigt werden.

 

 [Zur ausführlichen Biografie von Franz Bobzien]

 [Ein Bericht über Franz Bobziens Lebensgeschichte (Der Tagesspiegel 2013)]

 

 

h2px.gif

 

Logo FBP  

Franz-Bobzien-Preis 2014

 

Die 7. Integrierte Sekundarschule in der Ringstraße aus Berlin-Tempelhof ist für ihr »Ziegelsteinprojekt« mit dem Franz-Bobzien-Preis 2014 ausgezeichnet worden. Vor mehr als 200 Gästen wurde die Auszeichnung Anfang Mai im Rahmen des 69. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen von der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen gemeinsam vergeben.

 

Den zweiten Platz teilen sich das Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Gewalt aus Schwedt für ihr Projekt »Antirassismus macht Schule« und die drei Initiatoren Stadt Zossen, Evangelischer Kirchenkreis Teltow-Fläming sowie „Bildung und Aufklärung Zossen e.V.“ (BAZ) für ihr Projekt »2013 – Zossen erinnert an 1933 und die Folgen«.

 

Mit dem dritten Platz wurde die Initiative "Willkommen in Oranienburg" für ihr gleichlautendes Projekt ausgezeichnet.

 

[Zur Meldung über die Gewinner des diesjährigen Preises]

[Erfahren Sie hier mehr über die Preisträger 2014]

[Dokumentation des Franz-Bobzien-Preises 2014 mit allen Bewerbern im Überblick]

 

Preisverleihung 2014   Preisverleihung 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Partner des Franz-Bobzien-Preises 2014

 

 

Land Brandenburg   Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dietmar Woidke
     
Logo TS   Medienpartner »Der Tagesspiegel«

 

 

Logo Aktionsbündnis   Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen   DGB
Berliner Ratschlag    Tolerantes Brandenburg    Zentralrat der Juden

 

 

h2px.gif

 

Alle Informationen und Hintergründe zur Umbenennung des Oranienburger Toleranzpreises in Franz-Bobzien-Preis finden Sie in unserer Meldung vom 30.04.2013.

 

h2px.gif

 

Toleranzpreis LOGO  

2010 wurde der Oranienburger Toleranzpreis zum ersten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Lernen und Arbeiten im ehemaligen KZ Sachsenhausen“ - eine Kooperation des Eduard-Maurer-Oberstufenzentrums Hennigsdorf und des Schulzentrums Alwin-Lonke-Straße in Bremen.

 

2012 ging der Preis an das Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum für ihr Filmprojekt »Leben nach dem Überleben – Regina & Zwi Helmut Steinitz«.

 

Hier finden Sie zum Oranienburger Toleranzpreis 2012

Hier finden Sie zum Oranienburger Toleranzpreis 2010

 

 

Toleranzpreis 2010   Toleranzpreis 2012
Preisverleihung 2010  

Preisverleihung 2012