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Verkehrsentwicklungsplan (VEP)

 

Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans der Stadt Oranienburg

 

 

 

Rückstau auf der SchlossbrückeInhalt dieser Seite:

 

 

 

Anlass der Fortschreibung

 

Am 17.06.2013 hat die Stadtverordnetenversammlung dem Antrag der CDU-FDP-Fraktion, Planungsmittel für den Bau einer weiteren Havelquerung auf Höhe der Walther-Bothe-/Dr.-Heinrich-Byk-Straße in Form einer Straßenbrücke in den Finanzplan 2015 einzustellen, mehrheitlich zugestimmt. Der Beschluss wurde an die Maßgabe gekoppelt, dass im Vorfeld der Planung eine Überprüfung und Aktualisierung des Verkehrskonzeptes durch die Verwaltung zu erfolgen hat.

  

Im Doppelhaushalt der Stadt sind bereits Planungsmittel für die Fortschreibung des 1999 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) vorsorglich eingestellt worden, da eine inhaltliche Überprüfung des Planwerks in Anbetracht der verkehrlichen und demographischen Veränderungen seit dessen Erstellung notwendig ist. Darüber hinaus stehen neben der zusätzlichen Havelquerung seit geraumer Zeit weitere Verkehrsprojekte zur Diskussion, deren Betrachtung mit einem größeren Untersuchungsaufwand im Hinblick auf die Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen verbunden ist.

 

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Rückblick: Erster Verkehrsentwicklungsplan (1999)

 

VEP 1999 (Grafik)Das Hauptaugenmerk des im September 1999 von der Stadtverordnetenversammlung  aufgestellten Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Oranienburg lag auf der Bestimmung des künftigen Hauptverkehrsstraßennetzes, so wie es sich nach Inbetriebnahme der Ortsumgehung B96n darstellen sollte. Unter Berücksichtigung von mehreren (vier) Zufahrten an die Ortsumfahrung wurden hierzu verschiedene Planungsfälle der Verkehrsentwicklung im Hauptverkehrsstraßennetz modelliert. Im Ergebnis des Abwägungs- und Entscheidungsprozesses wurde der Planungsfall 2, der insbesondere eine Verkehrsentlastung des Innenstadtbereiches sowie eine konsequente Förderung des Umweltverbundes vorsah, als umzusetzende Variante beschlossen (Faltblatt zum VEP 1999 als PDF-Datei).

 

15 Jahre nach Beschluss dieses Planes ist nicht nur die Ortsumgehung in Betrieb, sondern auch das Hauptverkehrsstraßennetz weitgehend ausgebaut. Gleichzeitig sind zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs, aber auch des schienengebundenen Nahverkehrs (SPNV) erfolgreich umgesetzt worden (z. B. die Anbindung an den Berliner Hauptbahnhof). Demgegenüber wurde die städtische Zielsetzung einer Taktverdichtung beim ÖPNV nicht erreicht, was insbesondere mit der beim Landkreis Oberhavel liegenden Zuständigkeit zu erklären ist.

 

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Aktuelle Verkehrsentwicklungsplanung

 

Um der Stadtverordnetenversammlung eine Grundlage für die verkehrspolitische Entscheidung im Hinblick auf die künftige Verkehrsentwicklung der Stadt vorlegen zu können, wurde in einem ersten Schritt das Verkehrsnetzmodell, welches die Verkehrsdaten für alle verkehrswichtigen Straßenzüge enthält, aktualisiert. Auf Grundlage dieses Analysenetzmodells kann unter Berücksichtigung der Strukturdaten (Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung, Entstehung und Verdichtung von Wohngebieten) und der geplanten verkehrsrelevanten Vorhaben (z. B. Bebauung am Schlossplatz und in der Weißen Stadt) eine prognostische Berechnung der Verkehrsentwicklung für verschiedene Planungsfälle durchgeführt werden.

 

Die Erarbeitung des Verkehrsnetzmodells ist bereits abgeschlossen, während die zu untersuchenden Planungsfälle von einem Fachgremium festgelegt werden, welches den Planungsprozess begleitet.

 

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Beteiligungsverfahren

 

Die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans soll von einem Fachgremium, der sogenannten „Fachöffentlichkeit“, begleitet werden. Diesem Gremium gehören Vertreter diverser Institutionen und Kommunalpolitiker an, die zu einer dreiteiligen Workshop-Reihe zusammenkommen sollen, in deren Ergebnis eine Empfehlung für das von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließende Ziel- und Handlungskonzept des VEP abgegeben werden soll.

 

 

1. Workshop am 20. Februar 2015

 

Der erste Workshop fand am 20. Februar im Bürgerzentrum  in der Albert-Buchmann-Straße statt. Die Veranstaltung diente der Information der Teilnehmer über die verkehrliche Bestandsanalyse sowie über die Verkehrsprognose für den sogenannten Prognose-Nullfall (verkehrliche Entwicklung ohne straßenbauliche Veränderungen). Im Anschluss daran wurden die im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung zu untersuchenden Planungsfälle bzw. Verkehrsszenerien festgelegt.

 

Die Präsentation der Bestandsanalyse und der möglichen Prognoseszenarien können hier eingesehen werden:

 

 

2. Workshop am 16. April 2015

 

Der zweite Workshop fand am 16. April in der Feuerwehrhauptwache in der Martin-Luther-Straße statt. Auf dieser Veranstaltung wurden die verkehrlichen Auswirkungen der von den Teilnehmern angeregten Verkehrsszenarien präsentiert.

 

Szenario 1 untersucht in verschiedenen Varianten die verkehrlichen Auswirkungen von Baumaßnahmen, die vorrangig dem motorisierten Individualverkehr (MIV) zugute kommen. Dem Szenario wird dabei die Umsetzung folgender Maßnahmen zugrunde gelegt: 

  • Bau einer Brücke über die Havel in Verlängerung der Walther-Bothe-Straße 
  • Bau einer Brücke über die Havel in Verlängerung der Adolf-Mertens-Straße
  • Ausbau der Ladestraße zwischen Bernauer und Dr.-Heinrich-Byk-Straße 
  • Neubau einer Ortsteilumfahrung Lehnitz zwischen B 273 und L 211
  • Ausbau einer Erschließungsstraße zwischen Fischer- und Lehnitzstraße

 

Szenario 2 untersucht die verkehrlichen Auswirkungen, die sich bei einer konsequenten Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs ergeben. Folgende Annahmen werden diesem Szenario in unterschiedlichen Konstellationen zugrunde gelegt:

  • Bau von Querungshilfen und Mittelinseln
  • Ausbau von barrierefreien Bushaltestellen
  • Verdichtung und Ausweitung des ÖPNV-Angebotes
  • Ausbau und Sanierung des Radverkehrsnetzes
  • Ausweisung von Tempo 30-Abschnitten im Hauptverkehrsstraßennetz

 

 

Die Präsentation der Szenarien und deren Auswirkungen kann hier eingesehen werden:

 

Im Zuge des Abstimmungsverfahrens hat sich das Fachgremium mit deutlicher Mehrheit für das Verkehrsszenario 2  ausgesprochen. Die für die Zielerreichung notwendigen Maßnahmen werden nunmehr konkretisiert und auf dem dritten Workshop präsentiert und abgestimmt.

 

 

 

3. Workshop am 16. Juli 2015

 

Der dritte Workshop fand am 16. Juli wiederum in der Feuerwehrhauptwache statt.

Gegenstand der Veranstaltung war die Präsentation der verkehrlichen Auswirkungen der Vorzugsvariante, die gemäß dem Votum des Fachgremiums Folgendes vorsieht:

  • weitreichende Tempo 30 – Ausweisung auf dem Hauptverkehrsstraßennetz der Kernstadt (vgl. Abbildung auf S. 15)
  • Förderung des Umweltverbundes
  • Bau einer Ortsumfahrung für Lehnitz (optional)

 

Verbunden mit dieser Zielsetzung sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  • Begleitende Maßnahmen der Verkehrsberuhigung im Nebenstraßennetz
  • Ausbau des Geh- und Radwegenetzes
  • Ausbau des ÖPNV
  • Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes

 

Das Maßnahmenpaket wird nunmehr bis Ende August konkretisiert und in einem Abschlussbericht zusammengefasst, bevor das Ergebnis des Workshops entsprechend der Empfehlung des Fachgremiums den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt wird.

 

Die Präsentation des 3. Workshops kann hier eingesehen werden:

 

Auch die Presse berichtete über den Workshop:

 

 

Präsentation Endbericht

 

Am 5. April 2016 wurden die Ergebnisse der Workshop-Reihe erstmals im Bauausschuss präsentiert.

 

Hier können Sie nun den mehr als 200 Seiten umfassenden Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Oranienburg für das Jahr 2025 (Endbericht) ansehen (Vorsicht: große Dateien!):

 

 

  • VEP-Endbericht (niedrigere Qualität; Bilddateien)

 

 

Weitere Beratungen

 

Über die von der Verwaltung eingebrachte Beschlussvorlage wurde am 24. Mai 2016 im Rahmen eines Sonderbauausschusses öffentlich beraten (Beschlussvorlage als PDF-Datei). Hier können Sie auch die Präsentation des Verkehrsentwicklungsplanes im Bauausschuss (Sitzung vom 05.04.2016) als PDF-Datei herunterladen (ca. 38 MB).

 

 Am 29. Mai 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung schließlich die Vorzugsvariante des Verkehrsentwicklungsplans beschlossen  (Beschlussvorlage als PDF-Datei). 

 

 

Wie geht es jetzt weiter?

 

Lesen Sie hier, wie es nach der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung weitergeht. [weiter]

 

 

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Dokumente

 

 

 

  • VEP-Endbericht (niedrigere Qualität; Bilddateien)

 

 

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Ansprechpartner

 

Sven Dehler

Stadt Oranienburg

Sachgebiet Bauleitplanung

– Verkehrsplanung –

Zimmer 2.218

Schloßplatz 1

16515 Oranienburg
Tel. (03301) 600-769