»Oranienburger Modell«: Erster Abschnitt komplett freigegeben
Aus huckeligen Sandstraßen wird glatter Asphalt. Die ersten fünf Straßen in Oranienburg-Süd sind nach dem so genannten »Oranienburger Modell« fertiggestellt worden. Gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen, Stadtverordneten und Mitarbeitern hat der Bürgermeister den Bereich nun offiziell freigegeben.
Nach der Weberstraße wurden nun die Mozartstraße, die Schubertstraße, die Schumannstraße und die Haydnstraße asphaltiert. Auf beiden Seiten der Fahrbahn ist außerdem ein Bankett zur Ableitung von Regenwasser errichtet worden.
Oranienburgs Straßen sind insgesamt rund 400 Kilometer lang. Rund 130 Kilometer davon sind unbefestigt – also unausgebaute Sand- oder Schotterstraßen. Das wird nun anders: „Die Anwohner haben sich entschieden und diese Form der Instandsetzung gewählt. Wir haben viel positives Feedback bekommen und auch im nächsten Quartier wurden die Menschen schon befragt und haben sich mit derselben eindeutigen Mehrheit für die Asphaltdecke ausgesprochen“, so Bürgermeister Alexander Laesicke.
Im kommenden Jahr soll es mit der Johann-Strauß-Straße, Brahmsstraße, Mendelssohnstraße und der Leharstraße weitergehen. Nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sollen unbefestigte Sand- und Schotterstraßen in der Stadt nach und nach mit einer einfachen Asphaltdecke versehen werden. Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer können sich aber genauso für einen grundhaften Ausbau entscheiden oder sogar ganz auf die Instandsetzung verzichten. Entsprechend des Beschlusses werden die Kosten für die Instandsetzung in diesem Fall nicht auf die Anliegerinnen und Anlieger umgelegt, sondern von der Stadt getragen. Lediglich die für die Zufahrten entstehenden Kosten müssen von den Anwohnern getragen werden.
„Ich wäre zufrieden, wenn bald alle Sandstraßen in Oranienburg so aussehen“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann bei der Einweihung. „Schön, dass der Anfang gemacht ist.“


