Bombenfund Adolf-Damaschke-Straße: Anwohner können in ihre Häuser zurück
Nach dem Bombenfund in der Adolf-Damaschke-Straße hat die Stadtverwaltung erste Maßnahmen zur Sicherung des Fundortes umgesetzt. Eine neu errichtete Splitterschutzwand ermöglicht es den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern, in ihre Häuser zurückzukehren. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die spätere Freilegung und Entschärfung der Bombe an.
Wie bereits mitgeteilt, wurde im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche auf einem städtischen, unbebauten Grundstück in der Adolf-Damaschke-Straße 11 eine Bombe in der Erde erkannt. Inzwischen konnte vor Ort eine Splitterschutzwand aufgestellt werden, so dass die 53 Personen, die nahe am Fundort der Bombe leben und Montagfrüh evakuiert werden mussten, am Mittwochabend, den 12. August, wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten.
Nachdem der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) die Stadt Oranienburg am Montag, den 10. August, über den Bombenfund informiert hatte, wurde umgehend mit den Vorbereitungen begonnen, um vor Ort die Splitterschutzwand installieren zu können. So mussten unter anderem mehrere Zäune und Anpflanzungen entfernt werden. Anschließend hat eine Fachfirma 28 Überseecontainer antransportiert und so aufgestellt, dass sie nun eine Splitterschutzwand rund um den Fundort der Bombe bilden. Diese soll im Fall einer unbeabsichtigten Detonation Metallteile und Bombensplitter abfangen.
Weiterhin bleibt rund um den Fundort der Bombe ein kleinerer Sperrbereich bestehen. Von der Stadt beauftragte Sicherheitskräfte kontrollieren den Bereich rund um die Uhr. Die Straße „An der Trift“ bleibt zwischen dem Grundstück Kirschallee 14 und der Adolf-Damaschke-Straße für den Verkehr voll gesperrt. Zudem ist die Adolf-Damaschke-Straße auf Höhe der Hausnummer 11, also am eigentlichen Fundort, gesperrt.
Die Stadt Oranienburg und der KMBD werden sich auf einen Zeitplan zur Freilegung der Bombe verständigen und diesen schnellstmöglich bekanntgeben. Ob Spundbohlen, die in die Erde gepresst werden müssen, Grundwasser, das aufwendig abgepumpt werden muss und vieles mehr: Umfangreiche Vorarbeiten sind erforderlich, um die tief in der Erde liegende Bombe freilegen zu können. Erfahrungsgemäß nehmen diese mindestens zwei bis drei Monate in Anspruch. Die nächsten Arbeitsschritte laufen vor allem im Hintergrund, vor Ort ist davon zunächst wenig zu sehen: Technisch und logistisch wird die Grundwasserabsenkung geplant und ein Wasserhaltekonzept erarbeitet. Ein erster Bauzeitenplan wird erstellt, parallel müssen die Statik für die Bergegrube berechnet und die Arbeiten der beteiligten Gewerke aufeinander abgestimmt werden.


