Bombenfund in den Havelwiesen: Splitterschutzwand steht, Chausseestraße wieder frei befahrbar
Nach dem Bombenfund in den Havelwiesen am Großen Wehr in Sachsenhausen ist die Chausseestraße dank einer errichteten Splitterschutzwand wieder frei befahrbar. Auch die Busse verkehren wieder regulär und die Wochenend- und Gartengrundstücke sind erreichbar. Während die Vorbereitungen für die spätere Freilegung der Bombe anlaufen, sind umfangreiche technische und logistische Arbeiten erforderlich.
Wie bereits mitgeteilt, wurde im Rahmen der Kampfmittelsuche in den Havelwiesen am Großen Wehr im Ortsteil Sachsenhausen eine Bombe in der Erde erkannt. Inzwischen konnte vor Ort eine Splitterschutzwand aufgestellt werden, so dass die Chausseestraße in diesem Bereich wieder frei befahrbar ist und auch die Busse wieder wie gewohnt verkehren können. Auch die Wochenend- und Gartengrundstücke vor Ort sind wieder erreichbar.
Nachdem der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) die Stadt Oranienburg am Mittwoch, den 7. Oktober, über den Bombenfund informiert hatte, wurde umgehend mit den Vorbereitungen begonnen, um vor Ort die Splitterschutzwand installieren zu können. 52 Überseecontainer wurden von einer Fachfirma antransportiert und so aufgestellt, dass sie nun eine Splitterschutzwand rund um den Fundort der Bombe bilden. Diese soll im Fall einer unbeabsichtigten Detonation Metallteile und Bombensplitter abfangen. Die von der Stadt beauftragte Sicherheitsfirma kontrolliert rund um die Uhr die Zufahrt zum Bereich an der Splitterschutzwand.
Die Stadt Oranienburg und der KMBD werden sich auf einen Zeitplan zur Freilegung der Bombe verständigen und diesen schnellstmöglich bekanntgeben. Ob Spundbohlen, die in die Erde gepresst werden müssen, Grundwasser, das aufwendig abgepumpt werden muss und vieles mehr: Umfangreiche Vorarbeiten sind erforderlich, um die tief in der Erde liegende Bombe freilegen zu können. Erfahrungsgemäß nehmen diese mindestens zwei bis drei Monate in Anspruch, auch der bevorstehende Winter ist zu berücksichtigen. Die nächsten Arbeitsschritte laufen vor allem im Hintergrund, vor Ort ist davon zunächst wenig zu sehen: Technisch und logistisch wird die Grundwasserabsenkung geplant und ein Wasserhaltekonzept erarbeitet. Ein erster Bauzeitenplan wird erstellt, parallel müssen die Statik für die Bergegrube berechnet und die Arbeiten der beteiligten Gewerke aufeinander abgestimmt werden.


