Container in der Bernauer Straße misst Luftqualität
Gute Luft in der Innenstadt? Das findet ab Januar eine Luftgüte-Messstation heraus, die in der Bernauer Straße vom Landesamt für Umwelt aufgestellt wurde.
Passanten in der Innenstadt werden ihn schon entdeckt und sich gefragt haben, was es mit dem farbenfrohen, blumenverzierten Container und seinen silbergrauen „Antennen“ – so genannte Messansaugungen – in der Bernauer Straße auf sich hat. Der Container steht nahe des Kreuzungsbereichs Bernauer Straße/Sachsenhausener Straße und misst in den nächsten Jahren die Luftqualität vor Ort.
Aufgestellt wurde der Container vom Landesamt für Umwelt, das damit europäischen Bestimmungen zum Aufbau eines Luftgütemessnetzes nachkommt. Knapp 30 solcher Messstationen gibt es derzeit in Brandenburg. Gemessen werden unter anderem die Luftschadstoffe Feinstaub sowie Stickstoffdioxid (NO2). „Deshalb hat das Landesamt den Container genau dort aufgestellt, wo er jetzt steht“, so John Grabow vom städtischen Ordnungsamt. „Denn er muss genau dort platziert sein, wo in der Ecke die höchsten Werte zu erwarten sind.“ Der Messpunkt soll die typischen Immissionen einer Mittelstadt in unserer Region mitsamt dem Einfluss des Straßenverkehrs abbilden.
Die Luftqualität verbessern, wo sie schlecht ist. Die Luftqualität erhalten oder verbessern, wo sie gut ist: Das ist der Grundgedanke hinter der Luftreinhaltepolitik. Offenbaren die gemessenen Werte Handlungsbedarf oder werden Grenzwerte gar überschritten, unterstützt das Land Brandenburg bei Maßnahmen zur Luftreinhaltung.
Steht man nah dran, hört man ihn zwar schon brummen, noch befindet sich der Messcontainer allerdings im Testbetrieb. Ab Januar können die Messwerte dann aber sogar stundenaktuell abgerufen werden. Unter www.luftdaten.brandenburg.de kann die gemessene Schadstoffbelastung ganz genau eingesehen werden. Das gilt auch für die übrigen, im Land aufgestellten Messstationen.


