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07.11.2025

Defibrillator für die Germendorfer Sporthalle

Seit Dienstag steht in der Sporthalle Germendorf ein automatisierter externer Defibrillator (AED) bereit. Finanziert und angeschafft wurde das Gerät vom FSV Germendorf. Der Verein hatte bereits im Sommer einen ersten Defibrillator für seinen Sportplatz beschafft. Dieser steht vor allem den Fußballerinnen und Fußballern des Vereins zur Verfügung, die dort Woche für Woche trainieren und spielen.

„Wir haben schon lange überlegt, einen Defibrillator anzuschaffen. Herzerkrankungen nehmen schließlich zu“, erklärt Stefan Krüger vom Verein. „Den konkreten Auslöser gab der Vorfall in Mildenberg, wo ein Fußballspieler im April nach einem Herzanfall nicht gerettet werden konnte und auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb“, so Krüger.

Um die rund 2.000 Euro für das Gerät zusammenzubekommen, startete der Verein einen Spendenaufruf im Internet – mit beeindruckender Resonanz. Bereits nach zwei Tagen war das Geld für den ersten Defibrillator zusammen. Motiviert durch den Erfolg wurde die Spendenaktion kurzerhand verlängert – mit dem Ziel, auch noch einen Defibrillator für die Germendorfer Sporthalle zu finanzieren. Nach fünf Tagen war auch hierfür die Summe zusammen.

Der zweite Defibrillator hat nun seinen festen Standort in der Sporthalle und steht dort den zahlreihen Nutzerinnen und Nutzern aus Vereinen und Sportkursen sowie der gesamten Dorfgemeinschaft im Ernstfall zur Verfügung. Am 4. November erfolgte die offizielle Übergabe. Vertreterinnen und Vertreter aller Gruppen, die die Halle regelmäßig nutzen, waren vor Ort. Die Einweisung übernahm ein Mitarbeiter der Vertriebsfirma. „Unser ausdrücklicher Dank gilt den Spenderinnen und Spendern, die den Erwerb dieser beiden lebensrettenden Geräte ermöglicht haben“, so Stefan Krüger.

„Dass der Verein nach dem Sportplatz jetzt auch die Sporthalle ausgerüstet hat, ist ein starkes Zeichen für Verantwortung über die eigene Vereinswelt hinaus. Ich möchte dem FSV Germendorf herzlich für dieses Engagement danken“, bedankte sich Pierre Schwering, Leiter des Sachgebiets Gemeinwesen, Sport und Integration in der Stadtverwaltung im Namen der Stadt Oranienburg.

Hintergrund: Was macht ein Defibrillator eigentlich?

Ein AED erkennt über zwei Elektroden, ob ein lebensgefährliches Herzrhythmusproblem vorliegt – typischerweise Kammerflimmern. Das Gerät prüft automatisch, ob eine Elektroschockabgabe notwendig ist, und gibt klare und verständliche Handlungsanweisungen. Dadurch können auch Menschen ohne medizinische Ausbildung das Gerät sicher einsetzen. Wenn ein defibrillierbarer Rhythmus erkannt wird, empfiehlt das Gerät einen Schock. Bei Betätigung der Schocktaste gibt es einen elektrischen Schock ab, der helfen soll, den natürlichen Herzrhythmus wiederherzustellen.