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08.09.2024

Erste Straße in Süd nach dem »Oranienburger Modell« umgesetzt

Die Weberstraße in Oranienburg-Süd ist fertig asphaltiert und für Anliegerinnen und Anlieger wieder frei befahrbar. Sie ist die erste Straße, die nach dem so genannten »Oranienburger Modell« instandgesetzt wurde.

Seit Juli läuft die Instandsetzung der ersten fünf Straßen in Oranienburg-Süd nach dem so genannten »Oranienburger Modell«. Als erste Straße ist in dieser Woche die Weberstraße fertiggeworden. Anliegerinnen und Anlieger können sie seit gestern wieder frei befahren. „Mit dem Oranienburger Modell ist ein großer Wurf gelungen. Es ist einfach und transparent und sorgt dafür, dass wir zügig bessere Straßenverhältnisse bekommen“, so Bürgermeister Alexander Laesicke. „Nach und nach werden die Sandstraßen aus dem Stadtbild verschwinden und das passt zu unserer Kreisstadt mit nun fast 50.000 Einwohnern. Danke an die Stadtverordneten, die in der AG Straßenbau gemeinsam mit unserem Tiefbauamt an diesem Modell gearbeitet haben. Danke auch an die Stadt Bernau, mit der wir uns intensiv dazu ausgetauscht haben.“

„Die Instandsetzung der Weberstraße ist nach Plan verlaufen“, so René Pieper vom Tiefbauamt. „Damit haben wir nun auch eine Art Musterstraße, die veranschaulicht, wie das Oranienburger Modell im Ergebnis aussieht.“

Bis voraussichtlich Anfang Dezember werden auch die Mozartstraße, die Schubertstraße, die Schumannstraße und die Haydnstraße asphaltiert, die Arbeiten sind bereits in vollem Gange. Die Fahrbahn der Straßen wird auch hier künftig, je nach Lage, zwischen 3,50 und 5 Metern breit sein. Auf beiden Seiten der Fahrbahn ist zudem ein 0,5 Meter breites Bankett zur Ableitung von Regenwasser vorgesehen.

Oranienburgs Straßen sind insgesamt rund 400 Kilometer lang. Rund 130 Kilometer davon sind unbefestigt – also unausgebaute Sand- oder Schotterstraßen. Nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sollen unbefestigte Sand- und Schotterstraßen in der Stadt nach und nach mit einer einfachen Asphaltdecke versehen werden. Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer können sich aber genauso für einen grundhaften Ausbau entscheiden oder sogar ganz auf die Instandsetzung verzichten. Entsprechend des Beschlusses werden die Kosten für die Instandsetzung in diesem Fall nicht auf die Anliegerinnen und Anlieger umgelegt, sondern von der Stadt getragen. Lediglich die für die Zufahrten entstehenden Kosten müssen von den Anwohnern getragen werden.

Auch eine Prioritätenliste haben die Stadtverordneten für deren Instandsetzung festgelegt: Als erstes sind die fünf aufgeführten Straßen im Musikerviertel in Oranienburg-Süd an der Reihe. Anschließend folgen in den kommenden Jahren die übrigen Straßen im Musikerviertel und danach Stück für Stück weitere Straßen in Oranienburg. Für die Priorisierung war entscheidend, wo der Instandsetzungsbedarf besonders hoch ist und an welcher Stelle die Hürden zur Erlangung der Kampfmittelfreiheit besonders gering sind.