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29.04.2025

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Unter dem Motto „Wir sind 10 Millionen – Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“ laufen am 5. Mai bundesweit Aktionen zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch in Oranienburg findet ab 16 Uhr eine inklusive Begegnung auf dem Schlossplatz statt.

Am 5. Mai finden seit mehr als 30 Jahren bundesweit Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Um für die Themen Barrieren und Selbstbestimmung zu sensibilisieren und sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einzusetzen, laden der Arbeitskreis für die Belange für Menschen mit Behinderung der Stadt Oranienburg (AKBO) und der Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Oranienburg, Holger Dreher, am 6. Mai von 16 bis 18 Uhr auf dem Schlossplatz Oranienburg zu einer inklusiven Begegnung ein. „Vor Ort machen wir uns gemeinsam für eine inklusive Stadt Oranienburg ohne Barrieren stark, mit zahlreichen Aufklärungsmaterialien“, so Holger Dreher. „Wir rufen dazu auf, sich für Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und eine inklusive Gesellschaft einzusetzen.“

Um miteinander ins Gespräch zu kommen, gibt es vor Ort drei Thementische, „Gesellschaftliche Teilhabe“, „Barrierefreies Planen und Bauen“ sowie „Soziale Teilhabe“. Neben dem Bürgermeister werden auch weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der städtischen Gesellschaften sowie Vereine, Verbände und Einrichtungen mit Infoständen dabei sein und verschiedene Aktionen anbieten. „Mit unserer Aktion wollen wir die breite Öffentlichkeit für diese wichtigen Themen sensibilisieren und uns für eine barrierefreie Zukunft in Oranienburg einsetzen“, so Uta Gerber, Sprecherin des AKBO.

 

Hintergrund:  Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen / Aufruf des AKBO

Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen geraten wichtige Themen wie Inklusion, Barrierefreiheit und Gleichberechtigung zunehmend aus dem Blickfeld von politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern. Dabei sind sie die Voraussetzung für eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen und unverzichtbar für eine zukunftsfähige und vielfältige Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, bisher nicht realisierte behindertenpolitische Maßnahmen, wie die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungs- und des Behindertengleichstellungsgesetzes, endlich umzusetzen. Mit der Regierungsbildung eröffnen sich neue Perspektiven und Möglichkeiten. Ziel muss es sein, eine barrierefreie Umwelt zu gestalten, in der jede und jeder selbstbestimmt leben kann.

Zum Protesttag fordern Verbände, Organisationen und Aktivisten daher umfassende Barrierefreiheit, Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sowie ihre Beteiligung an allen Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen. Unter dem Motto „Wir sind 10 Millionen – Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ laden sie bundesweit zu Aktionen ein. Der Protesttag ist ein Appell an alle Bürgerinnen und Bürger, aktiv zu werden und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte stark zu machen. Der Protesttag wurde 1992 von der „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland“ ins Leben gerufen.