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31.10.2026

Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November

Zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht lädt die Stadt Oranienburg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Christlichen Kirchengemeinden, der Jüdischen Gemeinde und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu einer Gedenkveranstaltung ein. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Menschen, die auch in Oranienburg Verfolgung, Gewalt und Leid erfahren mussten. Geplant ist unter anderem eine Ansprache der Schriftstellerin Lea Streisand.

Die Stadt Oranienburg gedenkt gemeinsam mit den Christlichen Kirchengemeinden, der Jüdischen Gemeinde sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Oranienburg e. V. wieder der Opfer der Reichspogromnacht. Die Veranstaltung beginnt um 11:30 Uhr am Gedenkstein des ehemaligen jüdischen Bethauses in der Havelstraße/Ecke Neringstraße. Gemeinsam wird an die Verfolgung, die Gewalt und das Leid erinnert, das Jüdinnen und Juden während der nationalsozialistischen Pogrome rund um den 9.November 1938 auch in Oranienburg erfahren mussten.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und einem Grußwort von Prof. Drecoll von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten gestalten musikalische Beiträge, eine Ansprache der Schriftstellerin und Kolumnistin Lea Streisand sowie von Schülerinnen und Schülern verlesene Augenzeugenberichte das Gedenken. Landesrabbiner Ariel Kirzon spricht das Gebet. Die Veranstaltung endet mit Kranz- und Blumenniederlegungen. Im Anschluss ist ein gemeinsamer Gang zum jüdischen Friedhof vorgesehen.

Hintergrund Pogromnacht

Auch in Oranienburg griffen Schlägertrupps Wohnungen und Geschäfte von Jüdinnen und Juden an und zerstörten sie. Sie schändeten Gräber auf dem jüdischen Friedhof und verwüsteten das jüdische Bethaus in der Havelstraße, das später geschlossen und zwangsverkauft wurde. Zudem verschleppten die Nationalsozialisten in den Tagen nach den Pogromen 27.000 jüdische Männer in Konzentrationslager. Über 6.300 von ihnen wurden nach Oranienburg ins KZ Sachsenhausen gebracht. Mindestens 65 überlebten die Lagerhaft nicht.