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18.08.2025

Havelpromenade bekommt einen inklusiven Spielraum

Flanieren lässt es sich zwischen Schloss und Louise-Henriette-Steg wunderbar − Spielmöglichkeiten gibt es außerhalb des Schlossparks in diesem Bereich bislang aber nur wenige. Das soll sich nun ändern. Am Montag, den 18. August, erfolgte der erste Spatenstich für einen inklusiven Spielraum, der neben dem Naschgarten angelegt wird. Einzelne Spielgeräte wie eine Pirouette und eine Balancierscheibe sorgen in diesem Haveluferabschnitt schon seit Jahren für Spaß und Bewegung. Der benachbarte neue Spielraum bringt bald noch mehr Bewegungsmöglichkeit ans Havelufer – und zwar für alle.  

Inklusive Spielanlagen sind nicht nur ein häufig genannter Wunsch im Bürgerhaushalt, sondern auch ein wichtiger Aspekt der städtischen Spielraumleitplanung, auf deren Grundlage der Neu- und Ausbau der Oranienburger Spielplätze erfolgt. Mit einer barrierefreien Gestaltung, inklusiven Spielgeräte und einem Leitsystem für Menschen mit Sehbeeinträchtigung werden in dem neuen Spielraum an der Havelpromenade die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt.

Geplant ist ein inklusives Karussell, das von Menschen im Rollstuhl barrierefrei genutzt werden kann. Auch zwei weitere Personen finden in dem Spielgerät Platz − stehend oder sitzend. Direkt daneben wird ein inklusives Trampolin installiert, das ebenfalls von Menschen mit und ohne Rollstuhl genutzt werden kann. Ein farbenfrohes Leitsystem aus bunten Pfosten, Kleinsteinpflaster sowie einem kontrastreichen Kunststoffbelag als Fallschutz soll Menschen mit Sehbeeinträchtigungen die Orientierung erleichtern. Platz zum Entspannen, Zuschauen und Plaudern bietet eine kleine Mauereinfassung hinter den Spielgeräten, auf der Sitzgelegenheiten geschaffen werden.

Die Auswahl der Spielgeräte erfolgte im Zuge von zwei Beteiligungsaktionen. Bei einem Workshop mit dem Arbeitskreis für die Belange behinderter Menschen der Stadt Oranienburg (AKBO) und Holger Dreher, Oranienburgs Beauftragter für Menschen mit Behinderung, sowie einer Beteiligungsveranstaltung mit Schülerinnen und Schülern der Caritas Schule St. Johannesberg konnten Menschen mit diversen Behinderungen Ideen einbringen, die bei der Gestaltung des inklusiven Spielraums berücksichtigt wurden.

„Optisch wird sich der neue inklusive Spielraum an den nur wenige Meter entfernten Naschgarten anpassen und den Rasenbereich hinter dem vorhandenen Bankplatz ergänzen“, erklärt Stefanie Hammer, Sachbearbeiterin Spielanlagen im städtischen Tiefbauamt. Die Bänke bleiben also an ihrem gewohnten Standort, so dass Erholungssuchende von diesen aus auch weiterhin den Blick über die Havel genießen können.

Die Stadt Oranienburg investiert rund 101.500 Euro in den inklusiven Spielraum an der Havelpromenade. Seine Fertigstellung ist für November 2025 vorgesehen.