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29.08.2025

Kampfmittel-Experte André Müller geht in den Ruhestand - Stadt Oranienburg dankt für seinen Einsatz

Nach 30 Jahren als Truppführer und technischer Einsatzleiter beim Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) geht André Müller Ende August in den Ruhestand. Die Stadt Oranienburg hat ihm viel zu verdanken. Vermutlich mehr als 200 nicht explodierte Weltkriegsbomben lauern hier noch immer im Boden, nirgendwo sonst in Deutschland sind zudem so viele mit chemischen Langzeitzünder ausgestattet und drohen somit noch immer zu detonieren. Die Suche und Entschärfung der gefährlichen Blindgänger gehört zu den herausforderndsten Aufgaben der Stadt.

Seit 1995 war André Müller im Dienst des KMBD. Allein in Oranienburg, wo er seit 2009 tätig war, hat er an der Entschärfung und Sprengung von 34 Großbomben mit chemischem Langzeitzünder mitgewirkt. Daneben hat er die Stadt mit seinem Team von tonnenweisen Kampfmitteln unterschiedlichster Art befreit. André Müller hat maßgeblich zur Sicherheit Oranienburgs beigetragen. Er und sein Team haben mit der Bergung und Entschärfung von Bomben das Leben und die Gesundheit der Menschen in Oranienburg beschützt. Vor rund fünf Jahren wurde Oranienburg in Sachen Bombensuche zur Modellregion erklärt. Hierbei wurde die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem KMBD und der Stadt Oranienburg von André Müller durch seine konstruktiven und pragmatischen Ansätze vorangetrieben.

„André Müller hat Großartiges geleistet, eine ganze Stadt hat aufgeatmet, wenn es am Abend nach einer geglückten Bombenentschärfung ‚Wieder eine weniger‘ hieß“, so Alexander Laesicke, Bürgermeister der Stadt Oranienburg. „Ich habe ihn als versierten und erfahrenen Experten kennengelernt, der unsere Stadt mit professioneller Ruhe und Besonnenheit wieder und wieder von Bomben befreit hat. Dabei hat er oft unter lebensgefährlichen Bedingungen gearbeitet. Trotzdem ist er niemand, der sich in den Vordergrund stellt, sondern immer die Leistung des ganzen Teams betont. Für seinen Einsatz danke ich ihm im Namen aller Oranienburgerinnen und Oranienburg.“

„Die Zusammenarbeit mit Herrn Müller war geprägt von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung“, so Jan Fielitz, Leiter des städtischen Amts für Brandschutz, wo auch das Sachgebiet Kampfmittel angesiedelt ist. „Dies war gerade in Momenten, in denen schnell Entscheidungen getroffen werden mussten, zum Beispiel im Rahmen der Einsatzleitung bei Bombenentschärfungen, immer hilfreich. Manchmal genügte ein Wort und wir wussten, was der andere meint. Im Namen des gesamten Teams des Sachgebiet Kampfmittel wünsche ich André Müller einen mit Gesundheit geprägten Ruhestand.“