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29.04.2024

Mehr als 170 Vorschläge für das Jugendbudget 2024 eingereicht

Junge Ideen für Oranienburg: Im städtischen Haushalt gibt es ein Extra-Budget, mit dem eigene Wünsche von und für junge Menschen in der Stadt verwirklicht werden können. Für das diesjährige Jugendbudget wurden sogar 172 Vorschläge eingereicht.

Oranienburgs Jugend hat eine Menge Ideen, wo und wie Oranienburg noch schöner werden könnte. Genau 172 prüfbare Vorschläge wurden für das Jugendbudget 2024 in den letzten Wochen eingereicht – ein überragender, bisheriger Rekord. „Das Jugendbudget spricht sich immer mehr herum, außerdem nehmen jüngere Oranienburgerinnen und Oranienburger zunehmend wahr, was inzwischen schon alles umgesetzt wurde“, so die Einschätzung von Gilbert Collé, der die Stabsstelle Jugend und Beteiligung leitet.

Vom Gemeinschaftsgarten bis zur Schlamm-Party

Die Themenbereiche für das diesjährige Jugendbudget, das die Stadt nun zum dritten Mal zur Verfügung stellt, reichen von Natur und Klima, über Kunst und Kultur, Straßenverkehr, bis hin zu Freizeit und Sport. Beispiele sind ein öffentlicher Gemeinschaftsgarten, weitere Treffpunkte für Jugendliche, ein Run & Jump-Event im Schlamm, zusätzliche Graffiti-Wände zum freien Besprühen oder auch eine Übernachtungsparty inklusive Zelten im Schlosspark. Mehrere Vorschläge beinhalten darüber hinaus den Wunsch, den Bereich rund um den Skater aufzuwerten. Auch der Wunsch nach Durchführung einer LAN-Party wurde gleich mehrmals genannt. „Sehr viele Vorschläge betrafen allerdings auch direkt die Jugendclubs und vor allem auch die Bibliothek“, berichtet Christiane Schulz, die das Jugendbudget in der Stadtverwaltung betreut. „Gewünscht werden hier zum Beispiel Veranstaltungen zu Themen wie Schrift, Sprache oder Buchgestaltung und Lesungen.“ Auch aktuelle Themen aus Presse und Politik finden sich in den eingegangenen Vorschlägen wieder, so unter anderem die Nachpflanzung von Bäumen auf dem Schlossplatz.

Vorschläge werden geprüft

Kann alles umgesetzt werden, was ist sinnvoll und machbar? Ist eine Sache vielleicht zu teuer und kann anders verwirklicht werden? Alle eingegangenen Vorschläge werden jetzt von der Stadtverwaltung geprüft. Die Umsetzungskosten dürfen pro vorgeschlagenem Projekt maximal 15.000 Euro betragen. Voraussichtlich ab Juni sind dann wieder alle jungen Oranienburgerinnen und Oranienburger gefragt. Wer zwischen 12 und 26 Jahren alt ist, darf darüber abstimmen, welcher der zulässigen Vorschläge auch wirklich umgesetzt werden soll. Bis zum nächsten Jugendforum in 2026 – der zum Jugendbudget dazugehörigen Beteiligungsveranstaltung – sollen die Projekte abgeschlossen sein.

Schon viel umgesetzt dank Jugendbudget

Dank des Jugendbudgets konnten unter anderem schon Bänke in Germendorf, Fahrradbügel in der Innenstadt, ein Mangakurs, ein Foto-Workshop in Sachen Lightpainting und Veranstaltungen in Jugendclubs, wie zum Beispiel eine Glamourparty im JUCA, realisiert werden. Gerade erst eingeweiht wurde ein großes Graffiti am Brücken-Widerlager in der Walther-Bothe-Straße.