Messanomalie auf dem Gelände eines Wassersportvereins
Im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche wurde auf dem Gelände eines Wassersportvereins in der André-Pican-Straße eine Messanomalie festgestellt, die jetzt untersucht wird.
Bei einer Anomalie handelt es sich um eine Abweichung vom Normalwert, welche durch einen metallischen Körper ausgelöst wird. Derzeit wird im Auftrag des Zentraldienstes der Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD), die Messanomalie mit dem technischen Verfahren UltraTEM® verifiziert. Das Ergebnis wird Mitte September erwartet.
Bei Bestätigung des Verdachtes eines Bombenblindgängers muss dann ein Bereich um die Fundstelle evakuiert werden. Betroffene werden durch die Stadt Oranienburg vorab informiert. Von diesem Evakuierungsbereich sind keine Bewohner betroffen, sondern nur Sportvereine sowie die Havel-Oder-Wasserstraße. Durch die anschließende Errichtung von Splitterschutzwänden kann der Sperrbereich minimiert werden.
Hintergrund Kampfmittelsuche:
Keine andere Stadt in Deutschland ist nach Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg schwerer von Blindgängern mit chemischem Langzeitzündern betroffen als Oranienburg. Weil diese noch immer detonieren können, wird das gesamte Stadtgebiet Stück für Stück systematisch abgesucht. Jährlich sind für die Suche 3-4 Millionen Euro im städtischen Haushalt eingestellt. Allein seit der Wende konnten schon weit mehr als 200 Bomben entschärft werden. | www.oranienburg.de/kampfmittelsuche
Kontakt:


