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23.09.2025

Neues Leben für eines der ältesten Häuser in der Innenstadt: Regine-Hildebrandt-Haus 2 ist fertig saniert

Was vor wenigen Jahren innen wie außen noch ziemlich ramponiert aussah, ist in Wahrheit ein echtes Prachtstück: Das denkmalgeschützte, mehr als 300 Jahre alte Gebäude in der Sachsenhausener Straße 2. Mit architektonischer Begleitung wurde es äußerst behutsam rundum saniert und wird als öffentliche, kommunale Begegnungsstätte, vorerst unter dem Namen „Regine-Hildebrandt-Haus 2“, mit Veranstaltungsräumen und Büroflächen zur Verfügung stehen. 

In der Sachsenhausener Straße 1, also in direkter Nachbarschaft, existiert bereits das Regine-Hildebrandt-Haus, das ebenfalls als städtische Begegnungsstätte von vielen unterschiedlichen Gruppen zu kulturellen, kreativen und sportlichen Zwecken genutzt wird. „Dieses historische Gebäude versprüht einen ganz besonderen Charme und ich freue mich, dass wir ihm neues Leben einhauchen konnten“, so Bürgermeister Alexander Laesicke. „Nachdem schon das Regine-Hildebrandt-Haus nach einer bedeutenden Persönlichkeit benannt ist, denken wir darüber nach, auch diesem städtischen Gebäude einen speziellen Namen zu verleihen.“

2022 startete die Sanierung des teilunterkellerten Hauses inklusive des ausgebauten Dachgeschosses. Ob Fachwerkfassade, Stuckelemente an der Decke, Öfen, die vermutlich mehrere hundert Jahre alt sind oder originale Innenwände, die dort zum Vorschein kamen, wo die Tapete abblätterte: Ziel war es, möglichst viel von der Bausubstanz zu erhalten. „Da wo es ging, wurden Bestandteile des Hauses, wie zum Beispiel Zimmertüren oder Treppengeländer, aufgearbeitet statt ersetzt“, so Ingo Sievers, Leiter des Amtes für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft. Das obere Geschoss ist komplett fertig, lediglich in der unteren Etage gibt es noch Restarbeiten auszuführen.

Um den denkmalrechtlichen Ansprüchen gerecht zu werden und gleichzeitig eine barrierefreie Erreichbarkeit zu ermöglichen, wurde der Eingang zum Gebäude so umgestaltet, dass der zentrale Treppenzugang zwar erhalten blieb, seitlich aber eine behindertengerechte Rampe für komfortablen Zugang sorgt. Im Zuge der Arbeiten wurden auch Wasser- und Abwasseranlagen sowie das Heizungssystem und die elektrotechnische Anlage neu installiert.

Die Planungs- und Baukosten für die Sanierung des stadtbildprägenden Gebäudes belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, die fast vollständig aus Städtebau-Fördermittel vom Bund getragen werden. 43.200 Euro werden vom Landkreis übernommen.