Seiteninhalt
26.10.2026

Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge gestartet

Mit seiner traditionellen Herbstsammlung setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt sowie für Frieden und Völkerverständigung ein. In Oranienburg wurde die diesjährige Spendenaktion nun eröffnet. Ein Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Neubrandenburg im November soll die wichtige Arbeit des Volksbundes und weitere soziale Projekte unterstützen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammelt im Herbst traditionell Spenden für seine wichtige humanitäre Arbeit. Zum Auftakt der diesjährigen Sammlung haben Marco Schön vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder und Oberstleutnant Chris Stüber vom Reservistenverband der Deutschen Bundeswehr die Spendenaktion in Oranienburg eröffnet.

Wichtiges Engagement für Frieden und Erinnerungsarbeit

Seit mehr als 100 Jahren setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dafür ein, Kriegstoten eine würdige letzte Ruhestätte zu geben und die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt wachzuhalten. Im Auftrag der Bundesregierung sucht und birgt die humanitäre Organisation Kriegstote im Ausland, bestattet sie würdig und pflegt ihre Gräber. Derzeit betreut sie rund 840 deutsche Kriegsgräberstätten in 45 Ländern. Darüber hinaus bietet der Volksbund eine Online-Datenbank, in der nach mehr als 5,4 Millionen erfassten Kriegstoten und Vermissten gesucht werden kann. Auch Angehörige finden hier Unterstützung. Mit internationalen Jugendprojekten, Workcamps und eigenen Bildungsstätten bringt der Volksbund insbesondere jungen Menschen die Geschichte der Kriegsgräberstätten näher und setzt sich für Frieden und Völkerverständigung ein. Für dieses Engagement wurde der Landesverband Brandenburg der Deutschen Kriegsgräberfürsorge in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis der Stadt Oranienburg ausgezeichnet. Um dieses Engagement fortführen zu können, ist der Volksbund auf Spenden angewiesen. Die traditionelle Herbstsammlung ist dabei eine zentrale Einnahmequelle. Spenden sind auch online über die Website des Volksbundes möglich.

„Die vergangenen Jahre haben uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Krieg, Leid und Vertreibung sind wieder an uns herangerückt. Gerade deshalb ist es wichtig, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt zu bewahren. Denn wer sich mit den Folgen vergangener Kriege auseinandersetzt, versteht, wie wertvoll Frieden, Versöhnung und Menschlichkeit sind. Genau dieser Aufgabe widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, auch in Oranienburg“, so Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder.

Benefizkonzert am 3.11.

Am 3. November gastiert auch wieder das Heeresmusikkorps Neubrandenburg in Oranienburg, um das inzwischen Tradition gewordene Benefizkonzert in der St.-Nicolai-Kirche zu spielen. Das renommierte Orchester präsentiert ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Beginn ist um 19 Uhr. Karten sind ab 15 Euro in der Tourist-Information Oranienburg am Schloßplatz 2 sowie online unter www.reservix.de erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre erhalten kostenfreien Eintritt.

Einnahmen für den guten Zweck

Die Einnahmen aus dem Konzert werden traditionell geteilt. Die Hälfte des Geldes unterstützt den Volksbund bei seiner Arbeit, die anderen Hälfte soll in diesem Jahr an die Gruppe für Eltern von Sternenkindern der Schwangerenberatungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie an die Kindertrauergruppe »Igelkinder« des Ambulanten Hospizdienstes OHV gehen. Damit unterstützt das Benefizkonzert neben der Erinnerungskultur auch Menschen, die in besonders schweren Zeiten Begleitung und Unterstützung brauchen.