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01.04.2025

Stadt prüft Verkauf des Schlosses angesichts angespannter Haushaltslage

+++ April, April! Bei dieser Meldung handelt es sich um einen Scherz, den sich die Stadtverwaltung zum 1. April erlaubt hat. Das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg wird natürlich nicht verkauft, sondern bleibt im Besitz der Stadt Oranienburg +++

Neue Ära für das Schloss Oranienburg: Die finanziellen Mittel der Stadt sind knapp, deshalb zieht der Bürgermeister einen Verkauf des Schlosses an ein Chemieunternehmen in Betracht. Erste Gespräche laufen, die Verwaltung soll vorübergehend in die Mittelstadt umziehen.

Die Stadt Oranienburg steht vor finanziellen Herausforderungen und prüft deshalb neue Wege zur Haushaltskonsolidierung. Wie Bürgermeister Alexander Laesicke bestätigt, gibt es erste Gespräche mit einem Chemieunternehmen über eine mögliche Veräußerung des Schlosses. Die Firma, deren Name bislang nicht genannt wird, soll Interesse an einer Nutzung des historischen Gebäudes haben. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Bürgermeister Alexander Laesicke betont, dass man sich in einer frühen Prüfphase befinde, erinnert aber auch daran, dass das Schloss bereits in der Vergangenheit eine enge Verbindung zur chemischen Industrie hatte. Schon zu Zeiten Friedlieb Ferdinand Runges wurde das Schloss Oranienburg als Chemiefabrik genutzt.

Sollte es zum Verkauf kommen, müsste die Stadtverwaltung ausziehen. Als Übergangslösung werden derzeit mehrere Plattenbauten in der Mittelstadt geprüft. Auch das Standesamt würde dorthin umziehen – mit durchaus positiven Effekten. „Dank moderner Infrastruktur könnten wir die Wartezeiten deutlich verkürzen“, so Bürgermeister Alexander Laesicke. Zudem sei der barrierefreie Zugang besser als in den historischen Räumen des Schlosses. Laesicke sieht in dem möglichen Umzug auch eine Chance für eine grundlegende Erneuerung der Verwaltung: „Wir verlassen mit dem Schloss nicht nur ein repräsentatives Gebäude, sondern auch eine Denkweise: Weg vom herrschaftlichen Ambiente, hin zu mehr Bodenständigkeit und mehr Bürgernähe. Ein Rathaus sollte ein Ort für alle sein – und nicht ein Ort, der an vergangene Machtverhältnisse erinnert.“

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zu dem Thema ist für Mai geplant.