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01.03.2023

Wie geht Politik?

75 Schülerinnen und Schüler, sechs Landtagsabgeordnete und jede Menge Themen. In der Jean-Clermont-Schule ging es am 1. März politisch hoch her. Im Rahmen des vom Brandenburger Landtag initiierten Projektes dialogP begrüßte die Schule die Politikerinnen und Politiker zu einer lebhaften Diskussionsveranstaltung.

Welche Themen brennen jungen Menschen zurzeit unter den Nägeln und wie stehen Politiker verschiedener Parteien dazu? Bei einer Veranstaltung des Diskussionsformats dialogP hatten Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Jean-Clermont-Schule und Abgeordnete des Brandenburger Landtags fast zwei Stunden lang Gelegenheit, darüber ins Gespräch zu kommen.

Und zu diskutieren gab es einiges: Sollte es ein Böllerverbot an Silvester geben? Der Führerschein ab 16 Jahren möglich sein? Der Öffentliche Personennahverkehr in Oberhavel besser ausgebaut werden? Mehr für den Waldbrandschutz getan werden? Das geplante 49-Euro-Ticket für bestimmte Personengruppen auf 9 Euro reduziert werden? Das Land Brandenburg mehr für die Sicherstellung der Medikamentenversorgung tun? So lauteten die Fragen, die die Schüler im Vorfeld gemeinsam im Unterricht erarbeitet hatten und an sechs Thementischen mit ihren Politik-Gästen diskutierten. Der Einladung gefolgt waren Björn Lüttmann (SPD), Nicole Walter-Mundt (CDU), Thomas von Gizycki (Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Büttner (Die Linke), Andreas Galau (AfD) und Christine Wernicke (BVB/Freie Wähler). An den Thementischen wurden sie von Schülergruppen empfangen, die sich auf jeweils eine der Fragen intensiv vorbereitet hatten und die Haltung der Abgeordneten zu den Themen kritisch durchleuchteten. Was kann man da machen? Und wie? Warum passiert da nichts?


Zehn Minuten lang wurden die Politikerinnen und Politiker zu jeder Frage ins Kreuzverhör genommen. Dann ging es für sie weiter zu dem nächsten Thementisch und der nächsten Frage. Viele Meinungen kamen bei den sechs Diskussionsrunden zusammen und wurden von den Gruppen im Anschluss zusammengefasst. Am Ende erklärten sie, welche Politiker sie am ehesten überzeugen konnten. Die Fragen aus den Diskussionsrunden wurden auch noch einmal allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt, die mit Pro- und Contra-Karten ihre Stimme abgeben konnten. Große Einigkeit herrschte darüber, dass der Öffentliche Personennahverkehr in Oberhavel besser ausgebaut und kein generelles Böllerverbot durchgesetzt werden sollte. Bei der Frage, ob der Führerschein ab 16 eine gute Idee ist, fiel das Meinungsbild nicht ganz so eindeutig aus.

Das Bildungsprojekt dialogP will der Politikverdrossenheit bei jungen Menschen entgegenwirken, ihr Verständnis für die Arbeits- und Funktionsweise des Parlaments fördern und ihnen Lust auf politische Diskussionen machen. Schulen, die mitmachen möchten, können sich jedes Jahr bewerben. In
diesem Schuljahr sind die Diskussionsveranstaltungen von dialogP in 21 Brandenburger Schulen zu Gast. Mehr Informationen zu dem Projekt auf www.dialog-p.de.