Bombenfund in der »Bachstelzenwiese«: Entschärfung für den 2. September geplant
Für den im Ortsteil Lehnitz »Bachstelzenwiese« gefundenden Bombenblindgänger steht nun ein Termin für die mögliche Entschärfung fest. Die Entschärfung ist für den 02. September vorgesehen.
Für den in der »Bachstelzenwiese« im Ortsteil Lehnitz gefundenen Bombenblindgänger steht nun der Termin für die mögliche Entschärfung fest. Nach umfangreichen organisatorischen und fachlichen Vorbereitungen haben sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) und die Stadt Oranienburg auf Mittwoch, den 2. September, verständigt. Voraussetzung ist, dass sich bei der Freilegung am Vortag, den 1. September, bestätigt, dass es sich wie erwartet um einen Bombenblindgänger mit intaktem Zünder handelt.
Bis zur geplanten Freilegung am 1. September laufen die umfangreichen Vorarbeiten planmäßig weiter. Auf der Räumstelle wurden bereits die Arbeitsfläche innerhalb der Splitterschutzwand sowie die notwendige Zuwegung hergestellt. Im Auftrag der Stadt ist außerdem die Stromversorgung installiert worden. Parallel dazu wurden die Voraussetzungen für die erforderliche Grundwasserhaltung geschaffen – dabei wird der Grundwasserspiegel im Bereich der Räumstelle vorübergehend abgesenkt, damit der Blindgänger sicher freigelegt und die Arbeiten unter trockenen Bedingungen durchgeführt werden können. Das Wasserhaltungskonzept liegt vor, die wasserrechtliche Genehmigung wurde Anfang dieser Woche erteilt. Seit Montag baut die beauftragte Brunnenfirma die Rohrleitungen und Rohrbrücken im Havelkorso auf. Sobald vor Ort an der Räumstelle die Grundwasserhaltungsanlage installiert ist, kann darüber ab Mitte August das geförderte Wasser in einen Seitenarm der Havel abgeleitet werden. Gleichzeitig hat die beauftragte Kampfmittelräumfirma mit der Errichtung des Spundwandkastens begonnen. „Alle vorbereitenden Maßnahmen greifen ineinander. Jede einzelne ist notwendig, damit wir den Blindgänger unter sicheren Bedingungen freilegen können und der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Entschärfung durchführen kann“, erläutert Jan Fielitz, Leiter des Amtes für Brandschutz, wo das Sachgebiet Kampfmittel angesiedelt ist.
Die bereits errichtete Splitterschutzwand, bestehend aus 28 Überseecontainern, bleibt bestehen. Zu Fuß kann die Splitterschutzwand weiterhin passiert werden. Auch der Sperrbereich rund um den Fundort wird weiterhin aufrechterhalten und durch ein Wachschutzunternehmen rund um die Uhr kontrolliert.
Über den genauen Ablauf am 2. September, insbesondere zu Sperrkreis, Evakuierungsmaßnahmen, Anlaufstellen und weiteren Auswirkungen für Anwohnerinnen und Anwohner, wird die Stadt Oranienburg rechtzeitig informieren.


