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04.10.2026

Stadtempfang 2026: Danke an Oranienburgs Ehrenamt

„Blaulicht verbindet – Oranienburgs Ehrenamt im Einsatz für unsere Sicherheit“: Unter diesem Motto stand der diesjährige Stadtempfang am 2. Oktober in der Orangerie. Insgesamt sechs Ehrenpreise für besonderes bürgerschaftliches Engagement wurden zudem verliehen.

Der Stadtempfang am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit ist jedes Jahr ein besonderer Anlass, um Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, die sich für Oranienburg und seine Stadtgesellschaft engagieren. In diesem Jahr galt die besondere Aufmerksamkeit der „Blaulichtfamilie“: Unter anderem Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, THW, Wasserwacht, DLRG, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Menschen in der Stadt.

Sicherheit entsteht durch Menschen

„Wenn es dunkel wird, sind Sie das Licht“, sagte Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder in ihrer Eröffnungsrede. Sie betonte, dass Sicherheit nicht allein durch Strukturen und Organisationen gewährleistet werde, sondern vor allem durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und füreinander da sind. Viele von ihnen tun dies ehrenamtlich, oft zusätzlich zu Beruf und Familie und jederzeit bereit, wenn Hilfe gebraucht wird. Ihren Dank richtete die Bürgermeisterin deshalb auch ausdrücklich an die Familien der Ehrenamtlichen und an Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Einsätze freistellen. Denn hinter jedem Alarm stehe auch ein Umfeld, das den Einsatz mittrage. Sicherheit sei eine gemeinsame Aufgabe und brauche den Rückhalt der gesamten Stadtgesellschaft.

Sechs Ehrenpreise verliehen

Neben der Würdigung der Blaulichtorganisationen standen sechs weitere Beispiele für ehrenamtliches Engagement im Mittelpunkt des Abends. Mit dem Ehrenpreis der Bürgermeisterin wurden die ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer der Stadtbibliothek, Elena Miropolskaja als Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Edelgard Müller, der Männerchor Quartettfreunde Sachsenhausen e. V. sowie die Umwelt-AG der Mosaik-Grundschule ausgezeichnet.

Die zwölf ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer der Stadtbibliothek sorgen seit Jahren dafür, dass Bücher und andere Medien ihren Weg zu den Nutzerinnen und Nutzern finden. Weitere Ehrenamtliche bereichern die Bibliothek mit Angeboten wie Nähwerkstatt, Handarbeitsrunden, Brettspielabend und Sprachcafé und machen sie damit zu einem Ort der Begegnung.

Elena Miropolskaja wurde für ihr langjähriges Engagement für die Jüdische Gemeinde „Wiedergeburt“ ausgezeichnet. Als eines der Gründungsmitglieder war sie maßgeblich am Aufbau der Gemeinde beteiligt. Ihr Engagement trug auch dazu bei, dass mit dem Synagogen- und Gemeindehaus in der Lehnitzstraße ein neues Zentrum jüdischen Lebens und der Begegnung in Oranienburg entstehen konnte.

Der Ehrenpreis für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge würdigt dessen langjähriges Engagement für Erinnerungskultur, Frieden und Versöhnung. In Oranienburg ist der Volksbund unter anderem bei der Spendensammlung und beim Gedenken zum Volkstrauertag präsent. Hervorgehoben wurde dabei auch der langjährige Einsatz von Bernd Fischer, dessen Arbeit inzwischen von Marco Schön fortgeführt wird.

In Malz sorgt Edelgard Müller seit vielen Jahren dafür, dass das Frauenfrühstück ein fester Treffpunkt für Gemeinschaft und Begegnung bleibt. Mit viel organisatorischem Einsatz gestaltet sie gemeinsam mit weiteren Mitstreiterinnen Veranstaltungen, Vorträge, Ausflüge und besondere Aktionen. Der Ehrenpreis würdigt damit auch die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die hinter einem solchen regelmäßigen Angebot stehen.

Seit 120 Jahren prägen die Quartettfreunde Sachsenhausen das kulturelle Leben im Ortsteil und in Oranienburg. Der Männerchor ist bei kirchlichen Veranstaltungen, Stadt- und Dorffesten, Konzerten, Jubiläen und vielen weiteren Anlässen präsent. Gemeinsam mit der seit 1988 bestehenden Blasmusikgruppe tragen die Musikerinnen und Musiker eine lange musikalische Tradition weiter und schaffen immer wieder Momente, die Menschen zusammenbringen.

Besonders junges Engagement wurde mit dem Ehrenpreis für die Umwelt-AG der Mosaik-Grundschule gewürdigt. Jede Woche sammeln die Kinder Müll rund um ihre Schule und in der Innenstadt. Dabei kümmern sie sich unter anderem um die Zigarettenstummel, die ihnen besonders häufig auffallen. Begleitet wird die Umwelt-AG von ihrer Lehrerin Victoria Saewert. Das Engagement der Kinder zeigt, dass Verantwortung für die eigene Stadt keine Frage des Alters ist.

Danke für großartiges Ehrenamt in den verschiedensten Bereichen

Mit den sechs Ehrenpreisen wurde beim Stadtempfang einmal mehr sichtbar, wie vielfältig ehrenamtliches Engagement in Oranienburg ist: Es findet in der Bibliothek statt, in Gemeinden und Vereinen, beim gemeinsamen Frühstück, in der Musik, im Einsatz für Erinnerungskultur und bereits in der Schule. Was diese unterschiedlichen Formen des Ehrenamts verbindet, ist die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und etwas für andere zu tun.

Zum Abschluss des Stadtempfangs wandte sich Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder noch einmal an die Einsatzkräfte: „Blaulicht. Ein Licht, von dem wir alle hoffen, dass wir es nie brauchen. Und zugleich ein Versprechen, auf das wir uns verlassen können: Wenn du uns brauchst, sind wir da.“ Der Stadtempfang 2026 war damit vor allem eines: ein Abend des Dankes – an alle, die sich für Oranienburg einsetzen, Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass die Stadt auch in schwierigen Situationen zusammenhält.