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Verkehrskonzept Süd

Verkehrskonzept für das Wohnquartier am Oranienburger Kanal in Oranienburg Süd: Drei Varianten wurden Praxistext unterzogen

Viel Verkehr, schmale Straßen und eine Grundschule mittendrin: Für das am Oranienburger Kanal angrenzende Wohnquartier in Oranienburg Süd wird derzeit ein Verkehrskonzept entwickelt, das dazu dienen soll, den Verkehr zwischen Berliner Straße, Oranienburger Kanal, Birkenallee und der ehemaligen Bahntrasse der Kremmener Bahn besser zu regeln und sicherer zu gestalten, ohne die Erreichbarkeit für Anwohnerinnen und Anwohner allzu sehr einzuschränken.

Anlass für die Konzepterstellung ist ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21.02.2022, wonach die Straße Am Kanal nur noch in Richtung Norden befahren werden soll.

 

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung

Am 29. April 2026 fand eine erste öffentliche Auftaktveranstaltung statt, in der die Stadtverwaltung und das beauftragte Verkehrsplanungsbüro stadtraum ausführlich über das Projekt, bereits durchgeführte Verkehrserhebungen, geplante Verkehrsführungs-Varianten und die Beteiligungsmöglichkeiten informiert hatten.

  

Drei verschiedene Varianten zur Verkehrsberuhigung getestet – Verkehrserhebung und Umfrage zur Beurteilung

Um die erforderliche verkehrsrechtliche Anordnung durch die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oberhavel hierfür zu erwirken, wurden seit Mai verschiedene Verkehrsführungsvarianten zur Verkehrsberuhigung im Wohnquartier erprobt: 

1. Ab dem 18. Mai wurde zunächst ein nördliches Einfahrverbot für die Straße „Am Kanal“ eingeführt. 

2. Dann folgte ab dem 22. Juni eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Norden in Kombination mit einem nördlichen Einfahrverbot der Straße „Am Kanal“ mit Freigabe für den Radverkehr.

3. Zuletzt wurde ab dem 14. September bis Oktober eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Norden in Kombination mit einem nördlichen Einfahrverbot der Straße „Am Kanal“, Freigabe für den Radverkehr und einem südlichen Einfahrverbot der Hildburghausener Straße getestet.

Während die drei Varianten getestet wurden, erfolgte parallel eine Verkehrserhebung, um mögliche Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr zu erfassen. Außerdem konnten die Oranienburgerinnen und Oranienburger per Online-Befragung die jeweils Variante beurteilen.

 

Finales Konzept in 2027 

Die Auswertung aller Rückmeldungen, Verkehrsdaten und der Online-Befragung zu den Verkehrsführungsvarianten läuft zurzeit, die Ergebnisse werden Anfang 2027 erwartet. In dieser Phase findet eine Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises und der Polizei zu den Ergebnissen statt. 

Am Ende geht es dabei um die grundlegende Frage, wie ein Wohnquartier so gestaltet werden kann, dass es in erster Linie Lebensraum bleibt, der nicht übermäßig durch Verkehr belastet wird.

 

 



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